Rainer Gebhardt (Hrsg.):Einblicke in die Coß von Adam Ries
Band 4 der Schriften des Adam-Ries-Bundes e.V. Annaberg-Buchholz in Zusammenarbeit mit der B.G. Teubner Verlagsgesellschaft, Stuttgart/Leipzig und dem vdt-Verlag Zürich
Eine Auswahl aus dem Original mit aktuellen
Anmerkungen und Kommentaren
Reihe "Einblicke in die Wissenschaft"
1994, 202 Seiten, Format 13,7 x 20, 3 cm, Broschiert
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Adam Ries ist vor allem
durch seine drei Rechenbücher bekannt. Er hat aber auch
ein mehr als 500 Seiten umfassendes Algebra-Lehrbuch
geschrieben: die Coß. Das Zeichen für die Unbekannte, die Variable, wurde im Mittelalter Coß genannt. Adam Ries bezeichnete sie auch als Radix, Wurzel oder Ding. So schreibt er auf Seite 109 seiner Coß: Radix ad[er] Coß: Die wurtzel ader das dingk gnant welchs geschwengert itzliche zal zu trag[en]. Das wertvolle Manuskript wurde 1992 erstmals publiziert. Die Coß, im Gegensatz zu den damaligen Gepflogenheiten in Deutsch und nicht in Latein verfaßt, stellt ein Bindeglied zwischen der mittelalterlichen beschreibenden Algebra und der heutigen Algebra dar. Der Band enthält Auszüge aus der Coß-Handschrift, mit Transliteration, aktuellen Anmerkungen und Kommentaren. Neben einem kurzen biographischen Abriß wird Geschichte und Bedeutung der Coß sowie deren Beziehung zu den bekannten Rechenbüchern von Adam Ries dargestellt. |